Reality Check ‚digitale Souveränität‘: Weniger Microsoft – zu welchem Preis für IT und Business? (29.4.)
In der Debatte um digitale Souveränität kursieren einfache Lösungsvorschläge: „Auf Open Source-Software umsteigen, Daten und Dienste in lokale Clouds wuppen – schon sind wir raus aus der neuen globalen Unordnung.“
Bei näherer Betrachtung offenbaren sich jedoch sprichwörtliche Herkulesaufgaben: Wer raus aus der Microsoft-Abhängigkeiten will, muss sich plötzlich um viele Aufgaben und Dienste selber kümmern. Das beginnt bei der IT-Infrastruktur und umfasst Bereiche wie Identitätsmanagement, Richtlinienumsetzung, kontinuierliche Kontrolle, Audit-Fähigkeit und das Management automatisierter Systeme.
Luise Frese zeigt anhand praxisnaher Beispiele aus Identität, Automatisierung und KI, welche strukturellen Investitionen in Kompetenzen, Prozesse und Plattform-Engineering erforderlich sind, um Souveränität nicht nur politisch, sondern operativ zu erreichen.

Dabei lautet die zentrale Management-Frage: Ist das Unternehmen bereit, die langfristige Verantwortung und die notwendigen Investitionen zu tragen, die echte digitale Souveränität erfordert?
